Früher ist manchmal auch jetzt (…und was das eine mit dem anderen zu tun hat 💁)

Ihr Lieben,

vor einiger Zeit drückte mir meine Mutter eine Tüte in die Hand mit den Wort „da, das sind Deine Sachen, ich mag sie nicht einfach wegwerfen“.
Darin befanden sich unzählige T-Shirts und meine Jugend holte mich ein…

IMG_0979Ja, ich fand die Toten Hosen, die Ärzte und noch unzählige andere Bands super und mag sie auch heute noch. Ich war damals mit meiner Freundin bei etlichen Konzerten und wir hatten echt eine saugute Zeit!

Befreundet sind wir nun nicht mehr, nachdem wir einfach unterschiedliche Wege im Leben eingeschlagen haben (und nein, das war nicht DIESE Freundin), aber wir sind nicht im Streit auseinander gegangen.
Das hätte man zwar denken können, nachdem ich bei einer Party von ihr mal ein Schnapsglas an den Kopf bekam, aber das ist eine andere Geschichte 😊 (Happy Birthday übrigens, wie schon an anderer Stelle erwähnt 😘 )

Was mich aber am meisten naja sagen wir schockiert hat, ist der Umstand, dass die Shirts alle 2 Größen größer sind, als ich aktuell trage !? Ich dachte (und sagte) beim Betrachten „meine Güte, war ich dick….“ Die Antwort vom Sohn: „Mama, Du bist jetzt auch noch dick, aber lieb“ – Danke dafür! An der Empathie müssen wir noch ein wenig arbeiten… 😅

Das Kind hat Recht – ich fühle mich oft nicht so recht wohl in meiner Haut, habe aber gelernt, die passende Kleidung zu kaufen und mich auch ein wenig mehr zu mögen.
Dass man selbst sein größter Kritiker ist und häufig oft immer meistens meint, man könnte noch etwas klüger, schlanker, schneller, gewitzter, spontaner oder sonstwas sein, ist wohl so eine Selbstbewusstseins-Geschichte, an der es noch zu arbeiten gilt.

Aber wir wären ja alle nicht wir, wenn wir nicht die Summe unserer einzelnen Teile sind. Denn das sind wir.. jede noch so schrullige Angewohnheit, jeder manchmal doofe Satz, der entsprechend angetriggert einfach gesagt wird, wie aus der Pistole geschossen..
Angewohnheiten lassen sich ändern, das ist gewiß. Aber nicht umsonst gibt es den Satz „kann-nicht wohnt in der will-nicht-Straße“.
Denn darum geht es! Wir brauchen den Willen, etwas ändern zu wollen – sonst sind jegliche Bemühungen umsonst. Aber wenn wir etwas wirklich wollen, wenn wir ein Ziel vor Augen haben und „alles“ (uns mögliche!) dran setzen, es zu erreichen, dann wird es auch klappen..!
Nicht umsonst gibt es Visualisierungskurse, Achtsamkeitstraining und alles sowas.

Hier geht es darum, seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu lenken, optimalerweise auf den Wunsch bzw. das Ziel, das man erreichen möchte.
Natürlich ist es wichtig, ein Ziel nicht völlig fern von der Realität zu formulieren.
Wenn sich nun jemand zum Ziel nimmt, fliegen zu können, wird das so wahrscheinlich passieren, wie dass ein Elefant auf eine Palme klettert.
Selbst und aus eigenen Kräften heraus wird es nicht nur aufgrund der Schwerkraft recht unmöglich werden.. Paragliding oder in ein Flugzeug steigen sorgt auch dafür, dass man fliegt – nur eben anders und mit Unterstützung.

Und wir dürfen uns diese Unterstützung auch holen! Es gibt für so ziemlich alle Dinge konkrete Hilfe bzw. Unterstützung und bei einem Herzenswunsch lässt sich doch recht  viel in Bewegung setzen.

Immer noch nachhaltig beeindruckt bin ich von der Aktion meines Mannes, als er zum Welt-MS-Tag 2015 über www.betterplace.org und seinen Blog www.endurange.com zu einer Spendenaktion zum Thema „Hippotherapie für an MS-Erkrankte“ ins Leben gerufen hat. Hier ging es darum, dass er durch die Teilnahme an der #MSR300 (ein Radrennen über 300km entlang der schönen Mecklenburger Seenlandschaft) für jeden einzelnen Kilometer 1,-€ Spende gesammelt hat. mecklenburger-seen-runde-2015
Er hat das Ziel erreicht, ist also unter widrigsten Bedingungen innerhalb 12 Stunden in der Kälte durch sämtlichste Regenwetter die 300km geradelt (nachzulesen hier: https://www.endurange.com/mecklenburger-seenrunde-2015-300km/ ) und hat dadurch der Selbsthilfegruppe Albatros in Bayreuth etliche Einheiten Hippotherapie ermöglicht.

Denn innerhalb kürzester Zeit hatten sich noch VOR dem Start des Rennens in diesem ominösen Internet Leute an der Aktion beteiligt, die für die gute Sache 2-5€ oder mehr übrig hatten – das Spendenziel war quasi schon erreicht, noch bevor „abgeliefert“ wurde. Einfach sensationell und wirklich Grund zur Freude!!
Das zeigt wieder: eine Last auf mehrere Schultern verteilt macht es einfacher für den Einzelnen.

Aktuell spukt mir die ganze Zeit schon eine ähnliche Aktion im Kopf herum..
Dabei geht es aber nicht um mich, nein! Es dreht sich um eine äußerst liebe Frau, die mit ihrem Mann und ihrem Kind wirklich Unterstützung bräuchten, um evtl. einen Umzug oder eine Verbesserung der räumlichen Situation realisieren zu können.

Da ich nicht genau einschätzen kann, inwieweit ich mich hier einbringen darf/soll, ist das bisher alles noch nicht wirklich greifbar. Auch die fehlende örtliche Nähe macht es mir leider nicht wirklich einfach, Strippen ziehen zu können bzw. schon mal bei verschiedenen Adressen anfragen zu können..
Aber: ich denke so oft dran und möchte einfach helfen!
Alleine kann ich es nicht – zu mehreren bestimmt.

Wenn ich den ultimativen Einfall habe, werde ich das zu gegebener Zeit kommunizieren und dann baue ich auf euch, ihr fleißigen Leser 💗
Wenn es soweit ist, könnt ihr alleine schon durch das teilen des dann fertigen Artikels viel dazu beitragen, dass etwas „großes Ganzes“ entstehen kann.

Und bis dahin? Denke ich noch mehrmals drauf herum und finde Lösungen ☺️

Lasst es euch gut gehen und STAY TUNED 

 

Neuro-Besuch mal anders – Fortsetzung

Ihr Lieben,

lange aufgeschoben bzw. einfach nicht dazu gekommen, hab ich mir heute vorgenommen: jetzt schreib ich endlich den längst fälligen Blogeintrag als Fortsetzung zum schon lange angekündigten, sonst ist der ja schon gar nicht mehr wahr…

Vorgestern (Montag) hatte ich mal wieder meinen jährlich notwendigen Kontroll-MRT-Termin. Das will mein Neurologe so, weil ich mich während der letzten Jahre trotz seiner deutlichen Empfehlungen weigere, prophylaktisch Medikamente wegen der MS (Multiple Sklerose) einzunehmen.  Die sogenannte Basistherapie kann mit den unterschiedlichsten (für bzw. „gegen“ die MS wirksame) Medikamente erfolgen, allen voran die am häufigsten verwendeten Interferone.
( Hierzu kann ich euch ein Vlog der lieben Lara empfehlen. Abonniert auch gerne ihren YouTube-Kanal, sie erzählt immer viele Dinge zum Thema MS, da sie selbst davon betroffen ist. Lara über IHRE Basistherapie )

Die Medikamente sollen die Schubhäufigkeit reduzieren, den Verlauf der Krankheit stabilisieren und somit den Betroffenen helfen, mit der MS besser klar zu kommen.
Das ist ein hehres Ziel, da doch jeder Mensch möchte, dass es ihm / ihr gut geht.

In meinem Fall sieht das aber anders aus. Also nicht komplett anders – natürlich möchte ich auch, dass es mir gut geht. Was ich aber nicht (mehr) möchte ist, regelmäßig Medikamente einzunehmen oder mir zu spritzen, von denen ich nicht überzeugt bin.
Wir alle wissen ja, dass Therapietreue daraus resultiert, dass der Patient auch hinter dem bei ihm / ihr eingesetzten Medikament steht. Das hat viel mit den Vorgängen in unserem Kopf zu tun, unserem Willen und dem, was bei uns ein „gutes Gefühl“ erzeugt.

Ich will hier nicht sämtliche Therapien oder Medikamente verteufeln, das liegt mir fern! Wem es hilft, bitteschön – gerne so weitermachen. Ich für mich kann nur aus der Zeit, in der ich regelmäßig brav Interferone gespritzt habe, das Resümee ziehen, dass alle halbe Jahr ein Schub TROTZ Medikation für mich einfach keine akzeptable Lösung ist bzw. war.

Das führte dazu, dass ich vor über 5 Jahren eigenverantwortlich meine Medikation abgesetzt habe. „Wie bitte!?!?“ – denken vielleicht viele.. „das ist doch unverantwortlich“ oder „was soll dann werden??“…  Ich werde hier niemanden bekehren oder zu irgendetwas überreden wollen – ich spreche nur von meinem Weg mit der MS..
ein Weg, der sich bisher für mich als absolut richtig heraus gestellt hat.

Natürlich kann man nicht alles an einem gespritzten oder nicht gespritzten Medikament festmachen.. zusätzlich dazu habe ich auch mal meine Psyche und meinen  Gedankenkram genauer angeschaut, mich nebenher auch vom Thema der guten Gedanken mitreißen lassen (da unsere psychische Verfassung sehr wohl mit den Fähigkeiten unserer nicht nur mentalen Gesundheit zu tun hat).

Insgesamt bin ich hier auf einem guten Weg – und den möchte ich gehen, so lange es möglich ist. Dazu gehört aber eben auch, dass ich mich jährlich mal ins MRT schieben lassen, um zu schauen „wie es mir so geht“.

Gestern war der zweite Termin und ich kann stolz sagen: JA ich hab ein Gehirn, ich hab sogar Fotos davon 😀  Der Radiologe besprach die Bilder mit mir und hat mir wiedermal bestätigt, dass keine entzündlichen Veränderungen festzustellen sind und somit alles ok ist.

Dies werde ich in Kürze auch bei meinem Neurologen-Kontroll-Termin so sagen können.. Nein, nicht ICH kontrolliere den Neuro (wobei diese Vorstellung durchaus amüsant ist), sondern dieser Termin erfolgt zur Besprechung der MRT-Bilder und selbstverständlich  im Rahmen der regelmäßigen Vorsorge, um zu sehen, wie es mir so geht.

Meine Termine beim Neuro sind ohnehin meist so strukturiert, dass ich wesentlich mehr Zeit im Wartezimmer verbringe, als beim Arzt selber.
Das hätte ich an sich gerne auch anders, denn Zeit ist ja ein wichtiges Gut, an einem freien Tag  umso mehr – der Flexibilität halber und weil ich dann auch nicht über eine Stunde von der Arbeit weg sein will (ich arbeite ohnehin in Teilzeit, also vormittags) passt es mir aber so am besten.

Beim letzten Standard-Termin war es wieder, wie so oft. Erst warten, mit ein paar Mit-Wartenden ins Gespräch kommen (sonst ist es ja langweilig, wenn jeder nur vor sich hin schaut) und dann doch aufgerufen werden. „Wir machen jetzt erstmal ein SEP und ein EEG“. Aha… „wir“ also..

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Naja, zumindest habe ich auch das zuletzt mal als Foto festgehalten und ja – so bescheuert sieht man dabei aus…!!  😂
Wie es weitergeht mit der MS und mir…?
Das wissen die Götter und auch die wissen es nicht 😉
Ich lasse es einfach auf mich zukommen und werde das meinige dazu tun…

Lasst es euch alle gutgehen, ihr Lieben!!
Genießt (soweit möglich) das Leben und malt es euch so bunt, wie IHR es erleben möchtet.. 💗

 

Ihr Lieben,

heute ist doch tatsächlich unser 10. Hochzeitstag. Man hätte ihn kommen sehen.. das haben wir auch. 
Aber es wird nun kein übermäßiges Bohei um diesen Tag geben, denn es ist ein Tag wie jeder andere auch. Überhaupt stehe ich Jubiläen etwas skeptisch gegenüber, weil ich mir denke „das ganze Jahr über passiert nix und dann feiert man diesen einen Tag?“

Nein.. besser ist doch, wenn man sich täglich zeigt, dass man sich liebt – nicht nur am Hochzeitstag oder am Valentinstag oder an einem sonstigen Tag, der mit überteuren Preisen zum Feiern einlädt.

Unser Hochzeitstag vor 10 Jahren.. der kirchliche wohlgemerkt, obwohl der standesamtliche, der ja den Grundstein für alles legt schon 2 Tage zuvor dran war.
Aber beim kirchlichen kann Frau sich im Hochzeitskleid wie eine Prinzessin fühlen. Da das aber auch für uns oder sagen wir besser – für mich – der perfekte Tag werden sollte, wollte ich natürlich nix dem Zufall überlassen und habe mich vorher ziemlich gestresst.

Dass ich dann vorher schon mit dem linken Auge etwas Probleme hatte und wie durch einen Schleier sah, war aber nichts, was mich beunruhigt hätte. Immerhin gab mir die Augenärztin noch den deutlichen Hinweis „erstmal ganz entspannt heiraten und dann am Montag drauf mal das Krankenhaus aufsuchen und in die Röhre (MRT) schieben lassen, um zu prüfen, was da los ist“.

13423785_10153921418537912_1435129654774929795_n 13423790_10153921418437912_944573490594221706_nOkay… der Hochzeitstag war superschön, ist aber etwas an mir vorbei gegangen bzw. ich war nicht ganz anwesend.

Nach 3 Tagen erhielt ich dann die Diagnose MS – Multiple Sklerose. 
Das war nicht schön und hätte mit einem etwas einfühlendem Arzt zwar an der Situation nichts geändert, aber evtl. hätte ich mich nicht gefühlt, wie von einem Lastwagen überfahren (obwohl ich hier nicht sagen kann, wie genau sich das anfühlt..).

 

Das war also der Start in unser Eheleben. Aber getreu unserem Trauspruch „Ertragt einander in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ und dessen Empfehlung „für ein Paar, dem der gemeinsame Alltag ohne `rosige´Illusionen, aber in dem Vertrauen darauf, dass die Liebe auch durch schwierigere Zeiten trägt, besonders wichtig ist“ hat doch alles recht gut funktioniert.
Wir haben Höhen und Tiefen durchlebt, mehrere Jobwechsel durchgemacht, ein Fernstudium nebenher gewuppt, im letzten Semester dann sogar mit Kind, das in dieser Zeit geboren wurde und alles sowas..

Wir unterstützen uns gegenseitig, jeder den anderen… bei seinen/ihren „Spinnereien“, Verrücktheiten aber besonders auch bei kleinen und großen Schwierigkeiten, wie es sie dann doch manchmal gibt.

Tja und diese Verrücktheiten führen uns heute zu unserem 10. Hochzeitstag. Wir befinden uns gerade auf der Autobahn in Richtung Zugspitze, weil der Göttergatte beim Zugspitzultratrail mitlaufen wird morgen. Heute werden wir wieder die #kchncrw (Kuchencrew) und ganz viele vom #twitterlauftreff treffen – das wird ein Spaß 👍

Ehrlich – noch vor 10 Jahren hätte ich das für unmöglich gehalten, SO meinen / unseren Hochzeitstag zu verbringen, aber heute freue ich mich „wie Sau“ 💗

Ich kann euch nur raten, genießt euer Leben und macht es euch so schön wie nur irgendwie möglich!! Es lohnt sich… 💞

10 Jahre…

Welt-MS-Tag, die neunte (seit 2009)

Ihr Lieben,

bisher habe ich in fast jedem Jahr zum Welt-MS-Tag selbst oder wenigstens etwas mit-organisiert, um den für uns MS-Erkrankte wichtigen Tag gebührend zu feiern.
Das habe ich auch schon verbloggt, z.B. in 2015 (und Vorjahren) unter dem Hashtag #strongerthanMS oder auch 2016 unter keinem Häschdägg, weil das doch etwas chaotisch alles lief, nachzuhören hier: 😝  https://chronischhochdrei.wordpress.com/2016/05/31/chaosblog/

Okay, eine Krankheit feiern lässt eher mal seltsam anmuten.
Aber eigentlich geht es darum, an diesem Tag weltweit auf die Krankheit Multiple Sklerose aufmerksam zu machen, da dies eine Krankheit ist, die in so vielen verschiedenen Varianten daher kommt, dass sie schlecht in eine Schublade zu schieben ist.

Erst am vergangenen Wochenende durfte ich bei der Bloggerveranstaltung #denkst17 in Nürnberg der lieben Julia @Mama_Schulze lauschen, als sie aus ihrem Erstlingswerk „alles wie immer, nichts wie sonst“ vorlas – die absolute Premiere, denn das Buch wird erst im Herbst veröffentlicht. Julia ist auch eine derjenigen, die sich mit der MS mal schlechter, aber ich hoffe viel öfter viel besser herumschlagen (müssen). Sie betreibt auch sehr viel Öffentlichkeitsarbeit, um über diese Krankheit aufzuklären und Menschen die Angst zu nehmen, wenn sie die Diagnose neu bekommen.

Denn MS ist kein Todesurteil, man kann relativ gut damit leben.. mit den immer mal wieder auftretenden „kleinen und größeren Schwierigkeiten“.

Ich werde hier nicht auf den neuesten Stand der möglichen Behandlungen eingehen. Wer sich informieren möchte, kann dies unter www.dmsg.de und in vielen Publikationen und Foren tun.

Allerdings möchte ich drauf hinweisen, dass am Welt-MS-Tag (immer der letzte Mittwoch im Mai) vielerorts Veranstaltungen geplant sind – um die Öffentlichkeit einzuladen, sich mit der Krankheit MS zu befassen. Denn oftmals entstehen Vorurteile oder Ängste aus Unwissenheit und demzufolge Fehleinschätzungen.. Plakat_Welt_MS_Tag_web_rgb.jpg

 

Bei uns in Bayreuth wird es am nächsten Mittwoch zwar keine Veranstaltung geben (zumindest keine, von der ich weiß), aber am kommenden Samstag (27.05.) veranstaltet das Reha-Team den 1. Bayreuther MS-Tag. Hier wird es zu Beginn des Tages ein Interview geben, in dem wir unsere Selbsthilfegruppe „Albatros“ vorstellen dürfen.

Jedes Jahr ruft der Bundesverband der DMSG ein Motto aus für den Welt-MS-Tag. Dieses Jahr lautet es: „alles geht, aber eben nur anders“ und verbunden mit diesem äußerst lebensfrohen Bild trifft der Spruch für mich genau den richtigen Punkt!

Ich selbst bezeichne mich auch nicht als „krank“, sondern als „anders gesund“.. wir dürfen nie vergessen, dass unsere Worte Macht haben.. auf andere, aber auch besonders auf die eigene innere Einstellung. Und die möchte ich mir beibehalten, wann immer und so lange, wie möglich!

Ein einschlägig wohlgekannter Rat ist „Tue Gutes und rede darüber“ – aber evtl. ist auch schon das „darüber reden“ das, das Gutes tut. Indem man Menschen, die die Diagnose MS neu erhalten haben und erstmal gar nicht wissen, wohin mit all den Gefühlen und Fragen, durch aufmunternde Worte an der Hand nimmt, damit sie nicht so tief fallen im ersten Moment.
Seinen Weg, mit dieser Krankheit / Aufgabe umzugeh
en, muss jeder selbst finden..
Aber es ist wie Laufen lernen – am Anfang wird man an die Hand genommen, fällt einige Male hin und muss erst lernen.. aber dann ist man irgendwann nicht mehr zu bremsen und hat den eigenen Weg gefunden.
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Das wünsche ich jedem und jeder!

Geht euren Weg, prüft was euch gut tut und dann macht mehr davon 💗

Es heißt nicht umsonst:

 

 

 

eure Beate

 

 

 

 

Diabetes im neuen Gewand..

Ihr Lieben,

manch einer mag es zuletzt mitbekommen haben.. Montag morgen war ich tierisch happy aufgrund eines (für mich) sehr guten Langzeitblutzuckerwertes, den ich mir beim Diabetologen abgeholt habe.

Meine Werte sind tatsächlich besser bzw. stabiler geworden, weil ich nun seit einem guten halben Jahr das Freestyle Libre Messsystem nutze.

Das ist ein Blutzuckermesssystem ganz ohne das tägliche mehrmalige in-den-Finger-pieksen, um zu wissen, wie es mir geht und was der Zuckerspiegel im Blut grad so veranstaltet. Ich lege lediglich theoretisch alle 14 Tage einen Sensor an, der dann im Unterhautfettgewebe minütlich den Gewebezucker bestimmt. Und das auch immer dann, wenn man mit dem Lesegerät / Scanner den Wert ausliest.. was besonders am Anfang gefühlt alle halbe Stunde war 🙂 Denn man spürt ja gar nix davon und ist ständig informiert über den aktuellen Stand.

Ein weiteres Plus ist, dass durch die dauerhafte Messung des Gewebezuckers nicht nur der Verlauf dokumentiert wird, sondern sich daraus auch eine Entwicklung, sprich ein Trendpfeil ablesen lässt.

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 Y.E.A.H 🤘🏻🙋 Anscheinend hab ich jetzt die richtige Einstellung gefunden.. 😍 Die Sonne lacht – ein guter Start in den Tag! Habt alle einen schönen 🍀 #happy #diabetestyp1

in Beitrag geteilt von Beate Platl (@xusunni) am 5. Mai 2017 um 23:23 Uhr

Die sehen so aus und bedeuten:
⬆️ Glukosewert steigt rasch (mehr als 2 mg/dL pro Minute)

↗️ Glukosewert steigt (zwischen 1-2 mg/dL pro Minute)

➡️ Glukosewert ändert sich langsam (weniger als 1 mg/dL pro Minute)

↘️ Glukosewert fällt (zwischen 1-2 mg/dL pro Minute)

⬇️ Glukosewert fällt rasch (mehr als 2 mg/dL pro Minute)

Da ich den Scanner gerne in der Hosentasche mitführe (weil dann mal eben kurz gescannt werden kann), habe ich mir auch schon 2-3 Kratzer in das Display gerieben.

Vor kurzem habe ich routinemäßig wieder einen neuen Sensor gesetzt, diesen auch „gestartet“ (also Lesegerät mit dem Sensor connected) und gewartet, jeweils 60 Minuten bei jedem neu gesetzten Sensor – vermutlich müssen die beiden sich immer erst beschnuppern und checken, ob sie miteinander klarkommen 😅
Nein, natürlich nicht.. das hat einen technischen Hintergrund und muss so sein.
Ich will es gar nicht genau wissen, nehme es so hin und freue mich, wenn dann alles funktioniert..
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Das tat es dann aber nicht! Ich konnte nach einiger Zeit meinen aktuellen Wert messen, dieser wurde mir aber nur als Punkt angezeigt. Ich dachte erst noch, naja neuer Sensor.. wer weiß, was da los ist..
Aber auch beim nächsten Scan wurde mir zwar wieder der Wert als Fixpunkt angezeigt, aber kein Verlauf, so wie bisher gewohnt..

 

Also habe ich am nächsten Tag bei der Abbott-Hotline angerufen, die Sachlage geschildert und ein Austauschgerät zugesichert bekommen –
denn ich muss ja weiterhin meinen Blutzucker messen können.
Glücklicherweise hatte ich noch einen Vorrat meiner vorherigen Messstreifen (zur Kontrollmessung), was aber bedeutete, dass ich wieder mehrmals piksen musste.

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Im Zuge des Austausches habe ich mich dazu entschlossen, eine Displayfolie zu bestellen und bin bei Diasticker.de auf noch viel nettere Gadgets gestoßen, weshalb mein Scanner nun ganz Ladylike in rosa glitzert ☺️

Und ganz davon ab hatte mich der Shop schon gleich wegen seines Slogans „lebe bunt!“  🙆

Diese Sticker kann man auch beliebig austauschen, weshalb mein Scanner nun nicht mehr so 08/15 in der Hosentasche versauern wird… sondern evtl. mal mit auf dem Tisch liegt. Meine Kollegin hatte mich schon gefragt, was das für ein cooles Handy sei.. naja – ich hab es ihr erklärt, denn verstecken muss man sich wegen nichts..

Das ist auch eines meiner Ziele, über chronische Krankheiten aufzuklären (eben die, über die ich etwas sagen kann). Denn oft passieren Zurückhaltung, Falschdenken und Ängste einfach durch Unwissenheit. Das kann man aber niemandem vorwerfen, denn wenn MICH jetzt jemand fragen würde, ob ich wohl nicht erkenne, dass z.b. ein Nachbar Krebs hätte (ist nur hypothetisch!!) – woher sollte ich das wissen und erkennen können…

Deswegen geht mit offenen Augen durch die Welt, niemand muss sich bei allem auskennen, denn niemand kann sich in allem auskennen können. Aber seid interessiert und denkt nicht „geht mich nix an“. Empathie und Interesse am Anderen sind (zumindest mir) wichtige Dinge, die in der Gesellschaft leider schon nicht mehr ganz so häufig anzutreffen sind.

Morgen werde ich nach Nürnberg zum Bloggertreffen #denkst fahren – da gibt es wieder haufenweise nette Leute, tolle Vorträge und mit Sicherheit einen ganz impulsiven interessanten Tag 😀 Mit der jetzt wieder funktionierenden Verlaufsanzeige werde ich den Tag genießen können ✌️

Lasst es euch alle gutgehen und macht euch das Leben so schön, wie IHR es erleben möchtet 💓 💚

Ein ziemlich perfekter Tag.. 💗

Ihr Lieben,

ich bin mit meinem Blog Chronischhochdrei eigentlich keine typische Familienbloggerin, sondern habe hauptsächlich meine 3 chronischen Krankheiten zum Hauptthema.
Aber ich bin auch Mama, Ehefrau, Angestellte in Teilzeit, Selbsthilfegruppenleiterin und einfach Mensch. Den Blickwinkel nur auf eine Seite der Medaille zu richten, lässt Dinge ziemlich einseitig erscheinen und das verzerrt die Darstellung.

Heute bekam ich wieder die volle Breitseite, also das große Ganze zu spüren, denn nur in der Gesamtheit zeigen auch einzelne Punkte ihre Wirkung.

Denn heute war der erste für alle freie Tag nach ziemlich vollen Wochen. Passenderweise war heute auch ein Feiertag, der als ersten Pluspunkt das Thema „Ausschlafen“ anbot. Okay, es war halb acht Uhr… aber das ist schon wesentlich mehr Ausschlafen, als unter der Woche 😃

Diesen Start in den Tag haben wir nach dem Frühstück und der anschließenden Lesestunde als Familie für eine gemeinschaftliche sportliche Aktivität genutzt. 90min Laufen (30 Ein-, 30 Schnell- und 30Auslaufen) standen beim Göttergatten auf dem Plan. Da kann man sich dann überlegen, das haben wir gestern Abend schon, ob die 90 Minuten am frühen Morgen abgespult werden sollen oder ob sie als Familytime genutzt werden können. Wie gesagt haben wir uns für Zweiteres entschieden.. Run&Bike waren schon in den letzten Tagen angesagt, als das Kind bei den Großeltern nächtigte, weil wir beide noch arbeiten mussten. So auch heute, bei strahlendem Sonnenschein im Gegensatz zu der gemeldeten Bewölkung mit Regen (die nur stellenweise auftrat) – nur an der Kälte könnte man noch etwas arbeiten (im Schatten!), aber dafür kann man sich ja anziehen 😉

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Diese 90 Minuten konstante Bewegung haben auch meinem Blutzucker unheimlich gut getan und ich wurde mit sehr guten Werten belohnt.Am Nachmittag haben wir dann noch etwas im Haus gewerkelt und im Kinderzimmer Ordnung geschaffen.

Der Sohn hat eine tolle Lego-Szenerie aufgebaut, die stark an LegoCity erinnert – anscheinend ist das doch kein stumpfes ins-iPad-gucken, sondern die Kreativität profitiert auch davon.

 

FullSizeRender 24.jpgDie nächsten guten Werte erhüpfte ich mir auf dem Trampolin, im Wohnzimmer.. mit cooler Musik 😅
Das heute geltende Tanzverbot kann einem ja nicht verbieten, mit seiner Familie zuhause Spaß zu haben und ein „Training“ zu absolvieren.. im Kreis, abwechselnd und doch irgendwie wild und lustig ☺️

Nach einem leckeren Abendessen – wer hat schon ein Kind, dem selbstgemachter Krautsalat schmeckt, ich war ganz überrascht – entschlossen wir uns dann, noch einen Film gemeinsam anzuschauen. „Zoomania“ wurde es, ganz stilecht mit Popcorn wie im Kino.

Mittlerweile liegt das Kind im Bett und schläft nach diesem langen Tag..
Das Beste, was einem als Eltern passieren kann ist doch: „Ich finde, der Tag heute war sooooo cool und ein ganz toller erster gemeinsamer Ferientag“ – denn das war er für uns.

Alle zuhause, alle Urlaub / Ferien / frei.. alles gut 💞
Und die chronischen Krankheiten…? Die haben auch gerade Urlaub und dürfen sich gerne dann wieder melden, wenn der Tank der Entspannung wieder voll ist ☺️

Was habt ihr denn in den Osterferien vor oder seid ihr evtl. sogar schon im Urlaub?

Ich wünsche jedenfalls jedem, dass ihr es euch gut gehen lasst und euch das Leben so bunt malt, wie IHR es erleben möchtet 👍