Neuro-Besuch mal anders – Fortsetzung

Ihr Lieben,

lange aufgeschoben bzw. einfach nicht dazu gekommen, hab ich mir heute vorgenommen: jetzt schreib ich endlich den lĂ€ngst fĂ€lligen Blogeintrag als Fortsetzung zum schon lange angekĂŒndigten, sonst ist der ja schon gar nicht mehr wahr…

Vorgestern (Montag) hatte ich mal wieder meinen jĂ€hrlich notwendigen Kontroll-MRT-Termin. Das will mein Neurologe so, weil ich mich wĂ€hrend der letzten Jahre trotz seiner deutlichen Empfehlungen weigere, prophylaktisch Medikamente wegen der MS (Multiple Sklerose) einzunehmen.  Die sogenannte Basistherapie kann mit den unterschiedlichsten (fĂŒr bzw. „gegen“ die MS wirksame) Medikamente erfolgen, allen voran die am hĂ€ufigsten verwendeten Interferone.
( Hierzu kann ich euch ein Vlog der lieben Lara empfehlen. Abonniert auch gerne ihren YouTube-Kanal, sie erzĂ€hlt immer viele Dinge zum Thema MS, da sie selbst davon betroffen ist. Lara ĂŒber IHRE Basistherapie )

Die Medikamente sollen die SchubhÀufigkeit reduzieren, den Verlauf der Krankheit stabilisieren und somit den Betroffenen helfen, mit der MS besser klar zu kommen.
Das ist ein hehres Ziel, da doch jeder Mensch möchte, dass es ihm / ihr gut geht.

In meinem Fall sieht das aber anders aus. Also nicht komplett anders – natĂŒrlich möchte ich auch, dass es mir gut geht. Was ich aber nicht (mehr) möchte ist, regelmĂ€ĂŸig Medikamente einzunehmen oder mir zu spritzen, von denen ich nicht ĂŒberzeugt bin.
Wir alle wissen ja, dass Therapietreue daraus resultiert, dass der Patient auch hinter dem bei ihm / ihr eingesetzten Medikament steht. Das hat viel mit den VorgĂ€ngen in unserem Kopf zu tun, unserem Willen und dem, was bei uns ein „gutes GefĂŒhl“ erzeugt.

Ich will hier nicht sĂ€mtliche Therapien oder Medikamente verteufeln, das liegt mir fern! Wem es hilft, bitteschön – gerne so weitermachen. Ich fĂŒr mich kann nur aus der Zeit, in der ich regelmĂ€ĂŸig brav Interferone gespritzt habe, das ResĂŒmee ziehen, dass alle halbe Jahr ein Schub TROTZ Medikation fĂŒr mich einfach keine akzeptable Lösung ist bzw. war.

Das fĂŒhrte dazu, dass ich vor ĂŒber 5 Jahren eigenverantwortlich meine Medikation abgesetzt habe. „Wie bitte!?!?“ – denken vielleicht viele.. „das ist doch unverantwortlich“ oder „was soll dann werden??“…  Ich werde hier niemanden bekehren oder zu irgendetwas ĂŒberreden wollen – ich spreche nur von meinem Weg mit der MS..
ein Weg, der sich bisher fĂŒr mich als absolut richtig heraus gestellt hat.

NatĂŒrlich kann man nicht alles an einem gespritzten oder nicht gespritzten Medikament festmachen.. zusĂ€tzlich dazu habe ich auch mal meine Psyche und meinen  Gedankenkram genauer angeschaut, mich nebenher auch vom Thema der guten Gedanken mitreißen lassen (da unsere psychische Verfassung sehr wohl mit den FĂ€higkeiten unserer nicht nur mentalen Gesundheit zu tun hat).

Insgesamt bin ich hier auf einem guten Weg – und den möchte ich gehen, so lange es möglich ist. Dazu gehört aber eben auch, dass ich mich jĂ€hrlich mal ins MRT schieben lassen, um zu schauen „wie es mir so geht“.

Gestern war der zweite Termin und ich kann stolz sagen: JA ich hab ein Gehirn, ich hab sogar Fotos davon 😀  Der Radiologe besprach die Bilder mit mir und hat mir wiedermal bestĂ€tigt, dass keine entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen festzustellen sind und somit alles ok ist.

Dies werde ich in KĂŒrze auch bei meinem Neurologen-Kontroll-Termin so sagen können.. Nein, nicht ICH kontrolliere den Neuro (wobei diese Vorstellung durchaus amĂŒsant ist), sondern dieser Termin erfolgt zur Besprechung der MRT-Bilder und selbstverstĂ€ndlich  im Rahmen der regelmĂ€ĂŸigen Vorsorge, um zu sehen, wie es mir so geht.

Meine Termine beim Neuro sind ohnehin meist so strukturiert, dass ich wesentlich mehr Zeit im Wartezimmer verbringe, als beim Arzt selber.
Das hĂ€tte ich an sich gerne auch anders, denn Zeit ist ja ein wichtiges Gut, an einem freien Tag  umso mehr – der FlexibilitĂ€t halber und weil ich dann auch nicht ĂŒber eine Stunde von der Arbeit weg sein will (ich arbeite ohnehin in Teilzeit, also vormittags) passt es mir aber so am besten.

Beim letzten Standard-Termin war es wieder, wie so oft. Erst warten, mit ein paar Mit-Wartenden ins GesprĂ€ch kommen (sonst ist es ja langweilig, wenn jeder nur vor sich hin schaut) und dann doch aufgerufen werden. „Wir machen jetzt erstmal ein SEP und ein EEG“. Aha… „wir“ also..

IMG_3604 2

 

 

Naja, zumindest habe ich auch das zuletzt mal als Foto festgehalten und ja – so bescheuert sieht man dabei aus…!!  😂
Wie es weitergeht mit der MS und mir…?
Das wissen die Götter und auch die wissen es nicht 😉
Ich lasse es einfach auf mich zukommen und werde das meinige dazu tun…

Lasst es euch alle gutgehen, ihr Lieben!!
Genießt (soweit möglich) das Leben und malt es euch so bunt, wie IHR es erleben möchtet.. 💗

 

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Ein Gedanke zu “Neuro-Besuch mal anders – Fortsetzung

  1. Neurologe schaut die MRT Bilder an „Nein nix zu sehen. Alles bestens.“ Ich weiss nicht ob einem das wirklich aufheitern soll, wenn die bei Hirnbilder nix sehen. 😀

    Schön dass bei Dir alles ok ist und ich kann Dich gut verstehen, dass Du nicht einfach mal Tabletten einschmeissen willst. WĂŒrd ich auch so lange wie möglich rauszögern und anderweitig (eben gute Gedanken, allenfalls Naturmedizin) versuchen gesund zu bleiben.

    Das Bild ist cool, damit solltest in England ans Ascot Rennen 😀 😀

    GefÀllt mir

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