Früher ist manchmal auch jetzt (…und was das eine mit dem anderen zu tun hat 💁)

Ihr Lieben,

vor einiger Zeit drückte mir meine Mutter eine Tüte in die Hand mit den Wort „da, das sind Deine Sachen, ich mag sie nicht einfach wegwerfen“.
Darin befanden sich unzählige T-Shirts und meine Jugend holte mich ein…

IMG_0979Ja, ich fand die Toten Hosen, die Ärzte und noch unzählige andere Bands super und mag sie auch heute noch. Ich war damals mit meiner Freundin bei etlichen Konzerten und wir hatten echt eine saugute Zeit!

Befreundet sind wir nun nicht mehr, nachdem wir einfach unterschiedliche Wege im Leben eingeschlagen haben (und nein, das war nicht DIESE Freundin), aber wir sind nicht im Streit auseinander gegangen.
Das hätte man zwar denken können, nachdem ich bei einer Party von ihr mal ein Schnapsglas an den Kopf bekam, aber das ist eine andere Geschichte 😊 (Happy Birthday übrigens, wie schon an anderer Stelle erwähnt 😘 )

Was mich aber am meisten naja sagen wir schockiert hat, ist der Umstand, dass die Shirts alle 2 Größen größer sind, als ich aktuell trage !? Ich dachte (und sagte) beim Betrachten „meine Güte, war ich dick….“ Die Antwort vom Sohn: „Mama, Du bist jetzt auch noch dick, aber lieb“ – Danke dafür! An der Empathie müssen wir noch ein wenig arbeiten… 😅

Das Kind hat Recht – ich fühle mich oft nicht so recht wohl in meiner Haut, habe aber gelernt, die passende Kleidung zu kaufen und mich auch ein wenig mehr zu mögen.
Dass man selbst sein größter Kritiker ist und häufig oft immer meistens meint, man könnte noch etwas klüger, schlanker, schneller, gewitzter, spontaner oder sonstwas sein, ist wohl so eine Selbstbewusstseins-Geschichte, an der es noch zu arbeiten gilt.

Aber wir wären ja alle nicht wir, wenn wir nicht die Summe unserer einzelnen Teile sind. Denn das sind wir.. jede noch so schrullige Angewohnheit, jeder manchmal doofe Satz, der entsprechend angetriggert einfach gesagt wird, wie aus der Pistole geschossen..
Angewohnheiten lassen sich ändern, das ist gewiß. Aber nicht umsonst gibt es den Satz „kann-nicht wohnt in der will-nicht-Straße“.
Denn darum geht es! Wir brauchen den Willen, etwas ändern zu wollen – sonst sind jegliche Bemühungen umsonst. Aber wenn wir etwas wirklich wollen, wenn wir ein Ziel vor Augen haben und „alles“ (uns mögliche!) dran setzen, es zu erreichen, dann wird es auch klappen..!
Nicht umsonst gibt es Visualisierungskurse, Achtsamkeitstraining und alles sowas.

Hier geht es darum, seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu lenken, optimalerweise auf den Wunsch bzw. das Ziel, das man erreichen möchte.
Natürlich ist es wichtig, ein Ziel nicht völlig fern von der Realität zu formulieren.
Wenn sich nun jemand zum Ziel nimmt, fliegen zu können, wird das so wahrscheinlich passieren, wie dass ein Elefant auf eine Palme klettert.
Selbst und aus eigenen Kräften heraus wird es nicht nur aufgrund der Schwerkraft recht unmöglich werden.. Paragliding oder in ein Flugzeug steigen sorgt auch dafür, dass man fliegt – nur eben anders und mit Unterstützung.

Und wir dürfen uns diese Unterstützung auch holen! Es gibt für so ziemlich alle Dinge konkrete Hilfe bzw. Unterstützung und bei einem Herzenswunsch lässt sich doch recht  viel in Bewegung setzen.

Immer noch nachhaltig beeindruckt bin ich von der Aktion meines Mannes, als er zum Welt-MS-Tag 2015 über www.betterplace.org und seinen Blog www.endurange.com zu einer Spendenaktion zum Thema „Hippotherapie für an MS-Erkrankte“ ins Leben gerufen hat. Hier ging es darum, dass er durch die Teilnahme an der #MSR300 (ein Radrennen über 300km entlang der schönen Mecklenburger Seenlandschaft) für jeden einzelnen Kilometer 1,-€ Spende gesammelt hat. mecklenburger-seen-runde-2015
Er hat das Ziel erreicht, ist also unter widrigsten Bedingungen innerhalb 12 Stunden in der Kälte durch sämtlichste Regenwetter die 300km geradelt (nachzulesen hier: https://www.endurange.com/mecklenburger-seenrunde-2015-300km/ ) und hat dadurch der Selbsthilfegruppe Albatros in Bayreuth etliche Einheiten Hippotherapie ermöglicht.

Denn innerhalb kürzester Zeit hatten sich noch VOR dem Start des Rennens in diesem ominösen Internet Leute an der Aktion beteiligt, die für die gute Sache 2-5€ oder mehr übrig hatten – das Spendenziel war quasi schon erreicht, noch bevor „abgeliefert“ wurde. Einfach sensationell und wirklich Grund zur Freude!!
Das zeigt wieder: eine Last auf mehrere Schultern verteilt macht es einfacher für den Einzelnen.

Aktuell spukt mir die ganze Zeit schon eine ähnliche Aktion im Kopf herum..
Dabei geht es aber nicht um mich, nein! Es dreht sich um eine äußerst liebe Frau, die mit ihrem Mann und ihrem Kind wirklich Unterstützung bräuchten, um evtl. einen Umzug oder eine Verbesserung der räumlichen Situation realisieren zu können.

Da ich nicht genau einschätzen kann, inwieweit ich mich hier einbringen darf/soll, ist das bisher alles noch nicht wirklich greifbar. Auch die fehlende örtliche Nähe macht es mir leider nicht wirklich einfach, Strippen ziehen zu können bzw. schon mal bei verschiedenen Adressen anfragen zu können..
Aber: ich denke so oft dran und möchte einfach helfen!
Alleine kann ich es nicht – zu mehreren bestimmt.

Wenn ich den ultimativen Einfall habe, werde ich das zu gegebener Zeit kommunizieren und dann baue ich auf euch, ihr fleißigen Leser 💗
Wenn es soweit ist, könnt ihr alleine schon durch das teilen des dann fertigen Artikels viel dazu beitragen, dass etwas „großes Ganzes“ entstehen kann.

Und bis dahin? Denke ich noch mehrmals drauf herum und finde Lösungen ☺️

Lasst es euch gut gehen und STAY TUNED 

 

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10 Jahre…

Ihr Lieben,

heute ist doch tatsächlich unser 10. Hochzeitstag. Man hätte ihn kommen sehen.. das haben wir auch. 
Aber es wird nun kein übermäßiges Bohei um diesen Tag geben, denn es ist ein Tag wie jeder andere auch. Überhaupt stehe ich Jubiläen etwas skeptisch gegenüber, weil ich mir denke „das ganze Jahr über passiert nix und dann feiert man diesen einen Tag?“

Nein.. besser ist doch, wenn man sich täglich zeigt, dass man sich liebt – nicht nur am Hochzeitstag oder am Valentinstag oder an einem sonstigen Tag, der mit überteuren Preisen zum Feiern einlädt.

Unser Hochzeitstag vor 10 Jahren.. der kirchliche wohlgemerkt, obwohl der standesamtliche, der ja den Grundstein für alles legt schon 2 Tage zuvor dran war.
Aber beim kirchlichen kann Frau sich im Hochzeitskleid wie eine Prinzessin fühlen. Da das aber auch für uns oder sagen wir besser – für mich – der perfekte Tag werden sollte, wollte ich natürlich nix dem Zufall überlassen und habe mich vorher ziemlich gestresst.

Dass ich dann vorher schon mit dem linken Auge etwas Probleme hatte und wie durch einen Schleier sah, war aber nichts, was mich beunruhigt hätte. Immerhin gab mir die Augenärztin noch den deutlichen Hinweis „erstmal ganz entspannt heiraten und dann am Montag drauf mal das Krankenhaus aufsuchen und in die Röhre (MRT) schieben lassen, um zu prüfen, was da los ist“.

13423785_10153921418537912_1435129654774929795_n 13423790_10153921418437912_944573490594221706_nOkay… der Hochzeitstag war superschön, ist aber etwas an mir vorbei gegangen bzw. ich war nicht ganz anwesend.

Nach 3 Tagen erhielt ich dann die Diagnose MS – Multiple Sklerose. 
Das war nicht schön und hätte mit einem etwas einfühlendem Arzt zwar an der Situation nichts geändert, aber evtl. hätte ich mich nicht gefühlt, wie von einem Lastwagen überfahren (obwohl ich hier nicht sagen kann, wie genau sich das anfühlt..).

 

Das war also der Start in unser Eheleben. Aber getreu unserem Trauspruch „Ertragt einander in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ und dessen Empfehlung „für ein Paar, dem der gemeinsame Alltag ohne `rosige´Illusionen, aber in dem Vertrauen darauf, dass die Liebe auch durch schwierigere Zeiten trägt, besonders wichtig ist“ hat doch alles recht gut funktioniert.
Wir haben Höhen und Tiefen durchlebt, mehrere Jobwechsel durchgemacht, ein Fernstudium nebenher gewuppt, im letzten Semester dann sogar mit Kind, das in dieser Zeit geboren wurde und alles sowas..

Wir unterstützen uns gegenseitig, jeder den anderen… bei seinen/ihren „Spinnereien“, Verrücktheiten aber besonders auch bei kleinen und großen Schwierigkeiten, wie es sie dann doch manchmal gibt.

Tja und diese Verrücktheiten führen uns heute zu unserem 10. Hochzeitstag. Wir befinden uns gerade auf der Autobahn in Richtung Zugspitze, weil der Göttergatte beim Zugspitzultratrail mitlaufen wird morgen. Heute werden wir wieder die #kchncrw (Kuchencrew) und ganz viele vom #twitterlauftreff treffen – das wird ein Spaß 👍

Ehrlich – noch vor 10 Jahren hätte ich das für unmöglich gehalten, SO meinen / unseren Hochzeitstag zu verbringen, aber heute freue ich mich „wie Sau“ 💗

Ich kann euch nur raten, genießt euer Leben und macht es euch so schön wie nur irgendwie möglich!! Es lohnt sich… 💞

ChronischHochDrei!

„Eine neue Bloggerin kommt auf Euch zugerauscht, wie ein Komet.
Zugegeben ein recht überheblicher Vergleich! Ehrlich gesagt, habe ich vorher noch nie einen Blog geschrieben –
allerdings schon immer den Wunsch danach gehabt. 🙂
MS seit Juni 2007, dazu Diabetes Mellitus seit Mai 1985, die Schilddrüse lassen wir mal außer Acht.
Ich hab also schon einiges mitgemacht und freue mich darauf, ein paar Leute an meinem Leben teilhaben zu lassen.
„Reden hilft“ – oder auch: „Bloggen hilft“ , und wenn man daran glaubt, erst recht 😉 “

Das war mein Einstiegsblogpost in 2008.
Man könnte also sagen, ich wäre eine erfahrene Bloggerin.
Nein, das bin ich nicht 😉 !
Ich habe tatsächlich von 2008 an bis 2010 gebloggt – zum Thema MS, Diabetes, Arbeitsstress usw.
Dann zog bei uns der Nachwuchs ein und das Thema Bloggen war erstmal „auf Eis gelegt“.

Bis mich in 2011 ein anderes Blogportal neugierig machte und ich somit nochmals von vorne anfangen durfte / konnte / musste. Heraus aus der eigentlich Anonymität vorher, hinein in ein vollkommen persönliches Blog.

Da diese Seite nun aber geschlossen wurde und ich nichtmal mehr auf meine eigenen Blogs zugreifen kann (#grmsl!!pff 😝 ), steht nun also der DRITTE Neustart auf dem Tablett.

Ich wünsche euch (und besonders mir 😀 ) viel Spaß dabei…